Ja, richtig gelesen!

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Ja, Ihr habt richtig gelesen!

Unsere 23. Original NacktParty am 28.3.2015 unter dem Motto: „Nobody is Perfekt!“ ist bereits „voll“, noch bevor die FKK-Party hier auf der Webseite steht.

Irgendwer hat mal geschrieben: „Qualität setzt sich durch“. Bei uns ist eher das „Unperfekte“, die „Mit-Mach-Party“, manchmal auch die „Mit-Bring-Party“ der Anspruch. Der Spaß am unverkrampften gemeinsamen nackten Feiern. Da kann schon mal ein wenig Erotik dabei sein, da wird nicht theoretisiert, sondern nackt getanzt — aber es ist eben eindeutig keine Sex- oder Swingerparty.

Ausgebucht“ noch vor der „offiziellen“ Ankündigung — hatten wir so noch nie.

Aber, wie auch in der Ankündigung steht:

Noch gibt es eine realistische Chance mit zu feiern. Über die Anmeldung zur Warteliste.

„Realistische Chance“ … besteht eigentlich auch nicht mehr. Wir haben bereits zu viele Anmeldungen zur Warteliste.

Beipackzettel

Nobody is Perfekt … die 23te Original NacktParty am 28. März 2015

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„Nobody is perfect“. Wir nicht, unsere NacktPartys nicht. Und Du? Auch nicht?
Dann wärst Du ja richtig bei der kommenden Original NacktParty (ONP Nº 23) unter dem Motto:

Nobody is Perfekt“

Denn: Irgendwie sind wir doch alle Menschen mit Macken, Seltsamkeiten, Eigenheiten, Schrulligkeiten … Lebensgeschichte(n) eben. Wie schreiben wir doch immer?

„Bunt und verschieden wie die Menschen, sind auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nacktparty.“

Das wollen wir einfach mal zusammen feiern … dass wir alle ein wenig „anders-artig“ sind. Wir, die wir so gerne nackt feiern. Da wir dabei auch die Abwechslung mögen, haben wir auch mal eine andere Lokalität für die kommende ONP aufgetan.

Datum: Samstag, 28. März 2015
Ort: Café bei Wesel (NRW)
Beginn: 20.00 Uhr
Offizielles Party-Ende: Sonntag, 29.3.2015, um 2.00 Uhr

Die Preise für Essen, Trinken und vor allem NacktParty:

Paar: 50 Euro
Mann: 30 Euro
Frau: 25 Euro

Dafür gibt es:

  • Getränkeflat von 20.00 bis 02.00 Uhr (Bier, Sekt, Wein, Wasser, Cola, Fanta, Kaffee, Tee, Säfte …)
  • Gemischtes Buffet
  • Häppchenbuffet für die späteren Stunden
  • Nackt-Disco mit DJ Ralf von etwa 21 Uhr bis 1 Uhr

So etwas hatten wir ja noch nie.

Noch vor der “offiziellen” Ankündigung auf der Webseite sind die

vorhandenen 40 Plätze schon vergeben.

Wir haben ja ein recht großes Team, dazu die Freundinnen und Freunde, die schon vorher von dem Party-Termin erfahren haben, so dass wir nur noch

Anmeldungen zur Warteliste (<– klick)

(also erst einmal ohne verbindliche Zusage durch uns) annehmen können!

(Auch das hat jetzt wenig Sinn, auch die Warteliste ist ziemlich voll.)


Nach der Anmeldung erhaltet Ihr weitere Infos zur Party und zu den Anmelde- und Zahlungsmodalitäten.
(Achtung: Info für „Stammgäste“ und Schnellzahler: Die Kontoverbindung hat sich geändert. Unbedingt die Mail ein paar Tage nach der Anmeldung abwarten!!!)

Anmeldeschluss / zugleich letzter Zahlungseingang:
Dienstag, 10. März 2015.

Dieses Mal ein anderes Lokal!

Und damit ändert sich ein wenig gegenüber den letzten Nacktfeten in der Sauna in Oberhausen:

  • Beginn und Einlass 20 Uhr, danach gibt es dann leckeres Essen.
  • Keine Übernachtungsmöglichkeit „vor Ort“!
    (Wer nicht wieder nach Hause fahren will, muss sich privat und selber um eine Unterkunft kümmern! In der Nähe gibt es kleinere Hotels und einen Ferienpark, in dem Wohnwagen / Hütten (mehrere Personen) gemietet werden oder Tagesgäste mit dem Wohnmobil Platz finden können. Wir werden Euch die entsprechenden Infos nach der Anmeldung per Mail zusenden.)
  • Das Lokal liegt außerhalb von Wesel und ist schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
  • Kein eigener Raum für das Umkleiden. Keine Spinde, keine Schmink-Spiegel ;-)
    Und auch keine Duschen. Eben ein Café!
  • Es hat deutlich weniger Platz als die Sauna! Bei 40 Leuten ist „Schicht im Schacht“. Definitiv! Von daher ist es sehr wahrscheinlich, dass diese 40 Plätze rasch vergeben sind und danach nur noch Anmeldungen zur „Warteliste“ möglich sein werden!
  • Deswegen gilt diesmal besonders: Nur wer bezahlt hat, ist definitiv auf der „Teilnehmerliste“! Und auch, wer sich zwar früh anmeldet, dann aber doch erst spät zahlt, kann schon Pech haben. Wenn voll, dann voll!

Wir haben uns für das super-klasse-tolle Café entschieden, weil wir vom gesamten Ambiente, den sehr freundlichen und auch engagierten „Wirtsleuten“, der Gemütlichkeit, den Feiermöglichkeiten überzeugt sind und eben auch mal bei der Gastronomie und den Räumlichkeiten eine Änderung haben wollen.

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NacktParty und Motto, Deko und „Verkleidung“?

Das ist ja in all den Jahren so eine Besonderheit bei unseren Original NacktPartys! Jede ONP hat ein Motto, bei jeder ONP versuchen wir dementsprechend die Räumlichkeiten zu dekorieren und bei jeder ONP wünschen wir, dass die „Mit-Macher-Innen“ sich ein wenig „schmücken;-)
(Wie das aussehen kann, könnt Ihr bei den Party-Bildern sehen oder auch in diesem Artikel, der zur Piraten-ONP extra geschrieben und mit Bildern versehen wurde.)

Nach wie vor: Es ist eine NacktParty. Also geht es um ein paar kleine Accessoires, oder auch den dreiteiligen Bikini, bestehend aus Strohhut, Sonnenbrille und Badelatschen, oder so. Der Bademantel, das große Saunatuch … sollten dabei sein, wenn Ihr draußen im Raucherzelt eine verbrennen wollt oder einfach mal ein wenig frische Luft braucht.

Konkret zu dem Motto „Nobody is perfect“ wissen wir auch noch nicht, was Euch da so einfallen wird. Und wie wir (beziehungsweise auch die Gastwirtin und der Gastwirt) die Räume „dekorieren“ werden … mal sehen! „Unperfekt“ eben!

Durch Motto, Deko und „Verkleidung“ wird es gleich von Anfang an wieder eine bunte, ausgelassene, fröhliche, abwechslungsreiche, …, Nackt-Fete werden. Mit FKKlerinnen und FKKlern, die verstehen, dass eine ONP keine Swingerparty oder Anbaggerdisco ist … aber auch kein lustfremdes Treffen von FKK-Theoretikern. Hinweis für Allergiker: Die ONP kann Spuren von Erotik und Frivolität enthalten! Wer damit ein Problem hat … sollte am Besten erst gar nicht das Anmeldeformular öffnen.

Wir wollen das Leben genießen, Lebenslust gemeinsam mit Freundinnen und Freunden ausleben, wieder eine nette, nackte Party feiern.

Bislang hat das auch immer gut geklappt! Unser Grundsatz: Offenheit, Toleranz und respektvolles Verhalten – den anderen PartyteilnehmerInnen gegenüber, wird erwartet und als selbstverständlich vorausgesetzt.“

Die „Original NacktParty“ (ONP) ist eine private Nacktparty von engagierten „Nackten“ für interessierte, engagierte Nackte. Für Leute, die auch mit-machen, mit-feiern. Und auch mal mit-anpacken!
Das Ganze ist „non-profit“, selbstverständlich zahlen auch die OrganisatorInnen die Preise wie alle anderen auch – haben aber nen Haufen zusätzlicher Arbeit.
Wenn Du mehr über die Grundsätze, das „WIR“ und die Beweggründe wissen willst, lese mal die „grundsätzlichen“ Artikel. (Die findest Du hier (Idee der Original-NacktParty) und hier (Nacktparty – was ist das?).)

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Unperfekt. Die Grafiken zur ONP Nº 23

Nobody is Perfekt!“ — schon im Motto stecken die ersten „Fehler“.

Und wie das Ganze grafisch umsetzen? Wir haben es mal wieder versucht und ein paar “Eyecatcher” zur Verwendung in den Ankündigungen und den Forenbeiträgen zur 23ten Original NacktParty gezaubert.

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Nicht alle gut, aber doch passend zum Thema.

Und oft gespickt mit typografischen (und / oder auch orthographischen) Fehlern.

Hier die Liste, die im Laufe der Tage sicher noch ergänzt wird:

Nobody is Perfekt!“ — ONP Nº 23 am 28.3.2015 bei Wesel.

Fotos der ONP Nº 22 „Die Nikoläuse kommen nackt“, 6. Dezember 2014

Viele Fotos haben wir gemacht, aber, entsprechend unserem Grundsatz, die Privatspäre der Mit-Macher-Innen zu wahren, gibt es auch von der Original NacktParty Nº 22 nur eine kleine Auswahl auf der Webseite zu sehen. (Kleine Bilder anklicken zum Vergrößern.)

Die 22te ONP am 6. Dezember 2014 fand wieder in der Sauna in Oberhausen statt- also war ein „Programmpunkt“ der Spaß in den Saunen, im Whirlpool und im (kleinen) Innenschwimmbecken.

NacktParty-22-3131Die Partyräume waren von uns zuvor stimmungsvoll (und weihnachtlich) dekoriert worden, das Buffet vorbereitet. Die Musik spielte erste Hits für das nackte Tanzen. An der Theke gab es verschiedene Getränke und gequatscht wurde überall. Viele der Anwesenden kennen sich ja schon länger, aber auch „Neue“, aktive Nackt-Party-Mitmacher-Innen, sind immer wieder gerne gesehen.

NacktParty-22-3231Hunger sollte keiner aufkommen. Bei den ONPs gibt es in aller Regel abwechslungsreiche, einfache Kost. Zwar nicht nur „Kartoffelsalat und Würstchen“ – aber auch. Und dazu eine Vielfalt an diversen Salaten, Häppchen, Nachtisch. Mal ne Suppe, zu Nikolaus nun einen extra-großen Weckmann. Aber: Es geht bei unseren NacktPartys ja nicht um das Essen. Sondern um den Partyspaß.

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NacktParty-22-3283Den hatten die Anwesenden sicher. Zum Nikolaustag entsprechend ein wenig „verkleidet“, prosteten sich die ersten Freunde bereits zu, tanzten nackt – während andere sich noch im Umkleidebereich „dekorierten“. So ein wenig „Bodypainting“. Ein paar Sternchen zum Aufkleben. Nikolausmützen waren natürlich auch ein beliebtes Zubehör. Viel mehr braucht es schließlich auch nicht, denn wir feiern ja eine NacktParty.

Aber, wir hatten uns (so kurz vor Weihnachten) noch ein besonderes „Extra“ überlegt.

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Es gab eine kleine „Lotterie;-) (Teilnahme ohne weitere Kosten, versteht sich, also kein Glücksspiel oder so!) Basierend auf den Schlüsselnummern der Spinde, hatten wir kleine Weihnachtsbaumkugeln mit den Nummern beschriftet. Dazu einen „Glücksengel“ gefunden, der in der improvisierten Lostrommel alle Glückskugeln schön vermischte und dann die Kugeln auswählte.

Ein paar Preise hatten wir dazu natürlich besorgt:

NacktParty-22-3353NacktParty-22-3362Zu „gewinnen“ gab es speziell für diese Nacktfete hergestellte ONP-Kaffeetassen und (ebenfalls speziell für diesen Anlass bepflockte) ONP-Badetücher. (Neben der Lebensfreude, die eine Original NacktParty sowieso schon bietet – also lauter „Gewinnerinnen und Gewinner“, nicht nur an diesem Abend.)

Damit aber nicht genug:

Unser „Glücksengel“ mischte nun noch einmal besonders gründlich und zog einen „Hauptgewinner“.

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Der bekam (neben einem ONP-Badetuch) einen Gutschein. „Freibesuch einen ONP im Jahr 2015“. (Mit dem Hinweis, er solle die Freikarte möglichst rasch einlösen … wir können ja nicht voraussagen, ob und wie viele ONPs es noch geben wird ;-) Schließlich sind wir unberechenbar.)

Das Glück traf auch einen, der schon oft, mit viel Freude und als aktiver Tänzer, an unseren Original NacktPartys teilgenommen hat.

Herzlichen Glückwunsch noch einmal!

NacktParty-22-3389Danach gab es von einem Nackten noch eine klasse Show-Einlage auf der Bühne (leider keine Bilder, die wir zeigen können), die durch „das Publikum“ mit viel Lachen und Applaus „belohnt“ wurde. Auch dafür herzlichen Dank … Du bist uns nicht nur (weiterhin) als Party-„Gast“ willkommen, Du zeigst auch hierbei, dass Du Dich aktiv als „Mit-Macher“ einbringst und verstehst. Jedenfalls war das ne tolle Sache! („Nackt“ aufgetreten bist Du mit der Nummer ja bislang noch nie … und Dir hat es sichtlich Spaß gemacht.)

NacktParty-22-3453Bis „in die Puppen“ wurde anschließend weiter gefeiert: Gelacht, gequatscht, getanzt, gegessen und getrunken. Der DJ spielte Musikwünsche, die Nackten tanzten dazu. Er kennt ja (nach den vielen ONPs, bei denen er dabei war) auch teils die speziellen Wünsche. Und auch, als die Musik zu Ende war … wurden noch manche Gläser geleert und zusammen geschwoft. Nackt und in angenehmer Gesellschaft.

NacktParty-22-3519Optional und gegen kleinen Aufpreis (das ist deutlich ein Vorteil, den uns die Sauna als Ort der NacktParty bietet) war auch dieses Mal eine Übernachtung „vor Ort“ und das damit verbundene Nacktfrühstück möglich. So früh am Morgen nach solch eine Party … da wollen wir nur die „nackten Tatsachen“ am Frühstücksbuffet zeigen :-)

 

Alle Bilder:

Himmel und Hölle – Eindrücke von der ONP 22

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Extra für die Webseite der „Original NacktParty“ hat uns Anne aus Köln ihre Eindrücke von der „Die Nikoläuse kommen nackt“-ONP (6. bis 7. Dezember 2014) geschickt, die wir mit Dank an sie hier veröffentlichen:

Nikoläuse kommen nackt!

Und es begab sich zu einer Zeit, anno 2014, als die ‚Allerheiligen‘ zur frostigen Jahreszeit wieder einmal ein Rundschreiben schickten, um alle amtierenden Nikoläuse/Innen um sich herum zu versammeln.

So machten auch wir, Stephan und ich, die ‚Scheinheiligen‘, uns nach getaner Arbeit auf den Weg, bestiegen unseren silbern glänzenden Schlitten, der extra von Ford aus Colonia für uns gefertigt wurde, und fuhren hin zu jener Stätte in Oberhausen, an der das diesjährige Treffen stattfinden sollte.

Nicht am Sternenhimmel orientierten wir uns, sondern wir ließen uns von der sanften Stimme aus dieser allwissenden Schatulle leiten, die uns an unser Ziel führen sollte.

Dort angekommen, öffnete sich die Pforte des himmlischen Paradieses und wir werden von zwei Wesen aus dem heiligen Team herzlich empfangen, die uns zwei Schlüssel überreichen.

Wir betreten einen Raum, der wie ein überdimensionaler Adventskalender aussieht: überall sind kleine Türen. Auf einer dieser Türen finde ich meinen Namen und meine Nummer. Ich öffne sie gespannt mit dem Schlüssel und was finde ich darin? Ich finde: NICHTS. War ich etwa nicht brav genug?

Wie war das? Von kleinen Sünden kann man sich rein waschen.

Dann erstmal nackig machen und unter die Dusche, denn, – wie soll ich es sagen, – so eine Weihnachtsfrau ist ganz schön dreckig nach getaner Arbeit, – (wenn sie so die Kamine runter und wieder rauf geklettert ist)…

Nach der Vorreinigung bin ich bereit für das Himmelreich.

Ich trete ein durch die Tür – doch was ist das? Heiße Luft strömt mir entgegen, hüllt mich ein, überwältigt mich, ich lasse mich auf mein Handtuch fallen. Habe ich mich in der Tür geirrt? Bin ich in der Vorhölle gelandet? Womit habe ich das bloß verdient?

Ich bin nicht allein. Im Halbdunkel erkenne ich fünf nackte männliche Wesen, einige kommen mir bekannt vor, andere nicht. Leises Stöhnen, Schweißperlen laufen an ihrer Haut herunter. Sie scheinen schon länger hier zu sein. Plötzlich wird es stockdunkel. 3 grüne Lichter leuchten auf, darunter steht ein Text. Dies ist der Moment der Wahrheit! Ich habe das Gefühl, mich für eines dieser Lichter entscheiden zu müssen – schwierig, denn ich habe keine Brille auf. Wähle ich das linke, oder besser das rechte? oder doch das mittlere Licht. Ist es die Entscheidung über meine Zukunft in der Hölle, der Vorhölle oder dem Himmelreich?

Ich wähle den linken Schalter. Der ganze Raum wird in rotes dämmriges Licht gehüllt. Mit einem knarzenden Geräusch setzt sich ein riesiges Rad in Bewegung, dreht sich ächzend um die eigene Achse.

Das Rad des Lebens? Ein Wasserschaufelrad.

Das stetige Plätschern von Wasser bringt mich in eine leichte Trance. Aus dem Wasser entsteigt ein betörender Duft nach Lemon Gras. Er hüllt mich ein, kriecht in meine Lunge…

Raus hier. Ich stolpere zur Tür, dann die Treppe rauf und an die frische Luft. Die ist eiskalt und eine Windböe pustet mich durch. Schnell wieder hinein und unter die warme Dusche. Und dann lege ich mich in den warmen Pool, atme tief ein und wenig aus und lasse mich vom Wasser tragen. Entspannend. So könnte ich endlos in der Schwerelosigkeit surfen…

Aber es sind noch weitere Türen zu öffnen.

Vor einem großen Spiegel bemale ich meine Augen in schillernden Farben, schmücke meine Ohrläppchen mit überdimensional großen Schneeflocken und ziehe meine weiße pelzbesetzte, von Silbersternchen funkelnde Nikoläusinnenmütze wieder auf. Ansonsten bleibe ich nackt, bis auf meine Schuhe, mit denen ich so gerne tanze.

Denn, so die Devise: Nikoläuse kommen nackt.

Ich öffne eine weitere Tür. Hier bin ich angekommen, wo ich immer hinwollte.

Der Raum ist von Abertausenden von Lichtstrahlen erhellt. Dort, wo sie auf etwas treffen bilden sich grüne und rote Pünktchen: Sie huschen kreuz und quer durcheinander, zufälliges Chaos und doch mit System: sie treffen sich und bilden kleine geometrische Muster beleuchten sekundenlang Wände, Gegenstände und Lebewesen. Die Muster verwandeln sich blitzschnell in andere Formen, dann wiederum verharren sie am selben Ort, um sich, Sekunden später wieder im Chaos zu vermischen. Alles scheint in Bewegung zu sein, in Rhythmus und Einklang, denn Musik erfüllt den Raum. Laute Musik. Sehr laut…

Eine Gestalt wie aus einem Rubensgemälde entflohen, thront hinter einem kleinen Pult – das muss der himmlische Vater persönlich sein – denn er ist der Herrscher über den Klang. Und über die Stille, die plötzlich entsteht. Alle Augen sind auf ihn gerichtet als er das Wort erhebt um mit seiner Ansprache den Abend einzuleiten und das Buffet zu eröffnen.

Kein Nektar und kein Ambrosia. Aber dafür gibt’s Pizza in allen Varianten und Salate. Und Getränke, soviel das Herz begehrt. Und lustige Gespräche mit den anderen himmlischen Wesen, Bekannten und Unbekannten, die sich hier versammelt haben. Wunderschön sehen sie aus mit ihren Nikolausmützen in weinrot, ihrem Glitzerschmuck am Körper, kleinen gemalten Kunstwerken auf nackter Haut oder in einen Hauch von transparenten Stoffen eingehüllt-enthüllt.

Nach dem Essen gibt es wieder diese spezielle Musik, für jeden Geschmack ist etwas zum Tanzen dabei. Denn wir lieben diese Vielfalt. Auch sonst gestaltet sich der Abend sehr abwechslungsreich:

Ein kleines Theaterstück das eine für Männer (und Nikoläuse) ultimative Frage zur Sprache bringt und nun ein für alle Mal klärt mit dem Titel: „Soll ich mir den Sack rasieren?“ trägt besonders bei den Frauen dazu bei, sich köstlich zu amüsieren. Nun, wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Die anschließende Tombola sorgt für Spannung, denn gewinnen möchten wir alle, doch es gibt nur fünf Auserwählte, und einer der Preise, neben edel bedruckten Handtüchern und Kaffeetassen ist eine Freikarte für himmlische Freuden bei der nächsten ONP. Die glücklichen Gewinner strahlen.

Dann werde auch ich aufgerufen. Nicht von einer Stimme, sondern von einem ganz bestimmten Rhythmus, der von der Tanzfläche herüberschallt und mich wie magisch dorthin zieht. Er verführt mich, mich so zu bewegen, wie ich es sonst nicht tue, die Augen halb zu schließen, tief zu atmen und mich in den Sounds zu verlieren. Ein Gong erschallt, seine Klangwellen wabern durch mich hindurch, bringen meinen Körper zum Schwingen. Töne, wie von Glocken erzeugt, himmlisch diabolisch. „Hells Bells“ von AC/DC ertönt da. Da ist diese männliche Stimme, die durch mich hindurchschreit ebenso wie die Gitarre, das Schlagzeug und der Bass. Kleine schnelle Schritte, meine Fersen stampfen rhythmisch auf dem Boden, der Körper dreht und wendet sich, die Arme wirbeln durch die Luft, die Lichtstrahlen huschen über mich hinweg, blitzen hell auf meinen weiß lackierten Fingernägeln auf und verschwinden im Raum durch den ich tanze. Wie schwerelos fühle ich mich für Sekunden wenn meine langen hellen Haare wild von einer Seite zur anderen fliegen und sich alles um mich herum zu drehen beginnt… „Hells Bells“.

Stille. Innehalten. Die Füße fest im Boden verankern, atmen und die Welt vorbeifliegen lassen, in meinen Wurzeln stehen, in mir selbst und in dem, was mich umgibt.

Tatsächlich, ich bin in meinem Himmel angekommen…

© Anne aus Köln

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